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Positionsbestimmung

Die Tage las ich im blog von Luisa Francia: "ich merke wie mein magischer weg von den erwarteten ritualen und immer mehr in die urkraft von menschen pflanzen tieren steinen und elementen geht." Des weiteren schreibt sie über ihre äußerst befriedigenden Jodel- und Singabende.

Ja, das trifft im weitesten Sinne gerade auf mich auch zu.
Komme gerade weg vom zerfasertern Informationen aufsaugen, rumdaddeln, gezielt magisieren, rumkonzepten und Ideen generieren usw. zum eigentlichen, dem was ich immer schon gemacht habe und was mir immer schon gut getan hat: ich übe auf meinen Instrumenten.
Ich übe gezielt anderer Leuts Stücke, Traditionals usw. - Sachen, die ich mir nicht ausgedacht habe.
Damit will ich meine Technik wieder nach vorne bringen - hat alles doch arg gelitten in den letzten 10 Jahren - und auch meinen Horizont wieder erweitern. Nur im eigenen Saft schmoren bringt einen ja nicht weiter.
Das zentriert und kräftigt mich derart, das ist unglaublich.

Gut, aus der alten Notenmappe, die ich mit meiner besten Freundin für unsere Duo-Arbeit mal zusammengestellt habe (auch schon über 10 Jahre her daß wir damit wegen ihrem Wegzug aufhören mussten), bringt mich doch das ein oder andere Stück zum heulen. Weils einfach viele schöne Erinnerungen antriggert und auch das Gefühl von "nie wieder". Eigentlich wollten wir ja mal wieder anfangen. *sfz*
Da ich das Programm aus der Mappe aber mal ganz gut konnte, ist das einfach eine prima Landmarke zum wieder fit werden.

Nein, ich mach erstmal keine neuen Fässer auf, ich kümmere mich wieder um das alte vor dem Hintergrund meines heutigen Entwicklungsstandes. Und das birgt wahnsinnig viel Potenzial, whooow!
Klar werde ich mit meiner verbesserten Technik wieder neue Experimente und eigene Musik machen. Aber das immer noch volle Reservoir meines zu lange brachgelegenen Potenzials laß ich nicht mehr so links liegen - ich verschränke alte Erfahrungen und Fähigkeiten mit neuen Ideen.

Nach dieser Erkenntnis habe ich mich heute Abend für 1,5 Stunden mal wieder mit dem Buch "Wer wandert braucht nur das, was er tragen kann" von Anne Donath in die Badewanne verzogen.
Ihre Zentriertheit in ihrer einfachen Lebensweise finde ich immer wieder total inspirierend.

Ja irgendwie scheint mir gerade ein Knoten im Kopf geplatzt und mir geht es gut. :-)

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