So, das...
...Kindheitsstöckchen ist nun fertig. Maaan, was habe ich lange für die richtige Stimmung, Zeit usw. gebraucht. Aber jetzt ist es ziemlich präzise.
Vielleicht lag das auch daran, daß ich heute so ziemlich den ganzen Tag mit dem Mann wegen Familienfragen gestritten habe. Konkret wegen seiner Familie natürlich mal wieder. Die Schwiegermutter kommt Ende des Monats wieder nach Deutschland und vorher streiten wir uns immer, weil wir eigentlich keinen Bock auf sie und den Familienmist haben und kein erträgliches Umgehensmodell für sie finden können.
Aber heute gab es endlich mal einen Durchbruch nach all der Streiterei. Ich glaub ich weiß nämlich, was unsere Beziehung von Anfang an belastet hat. Seine Familie hat gleich so eine subtile "wir oder sie"-Haltung eingenommen. Hm, mein Schwiegervater nicht. Aber alle anderen. Ausgegangen ist das von seinem jüngsten Bruder, als der Mann nach einem ersten Treffen mit mir gesagt hat "ich hab meine Traumfrau gefunden - die xyz". Darauf sagte der Bruder nur "ach du scheiße". Der wusste vom Studium her, wer ich bin. Aber mehr nicht, ein wirkliches Kennen war das nicht.
"ach du scheiße". Ja super.
Eine Chance hat man mir danach auch nicht gegeben. Nur die blasierten Schnösel ham sie raushängen lassen. Das kann man halt. (dabei sind wir herkunftsmäßig absolut die gleiche Preisklasse - oberer Beamtenmittelstand mit reformkatholischem Background, haha)
Ich reagiere allerdings immer ziemlich uncharmant auf pseudo-elitäres Getue. Das kann ich nämlich so gar nicht leiden.
So hat das Verhältnis "die vs. ich" immer schon gehakt - auch wenn ich definitiv "nicht angefangen" habe.
Und der Mann hängt dazwischen und verhält sich absolut passiv. So als wäre ihm selbst nicht so ganz klar, wie er zu mir gekommen ist.
Er sagte mir heute, daß er befürchtet, daß wenn er mal in Konfliktsituationen deutlicher wird und sich auch sonst klarer zu seiner Entscheidung zu mir positioniert, schlagartig keine Herkunftsfamilie mehr zu haben. Er hat da richtig Angst vor - auch wenn er seine Herkunftsfamilie auch nicht so doll findet.
Ja dieser Scheiß belastet uns nun seit ähmmmmm - 11 Jahren.
Ohne wär es angenehmer, so viel ist sicher.
Vielleicht lag das auch daran, daß ich heute so ziemlich den ganzen Tag mit dem Mann wegen Familienfragen gestritten habe. Konkret wegen seiner Familie natürlich mal wieder. Die Schwiegermutter kommt Ende des Monats wieder nach Deutschland und vorher streiten wir uns immer, weil wir eigentlich keinen Bock auf sie und den Familienmist haben und kein erträgliches Umgehensmodell für sie finden können.
Aber heute gab es endlich mal einen Durchbruch nach all der Streiterei. Ich glaub ich weiß nämlich, was unsere Beziehung von Anfang an belastet hat. Seine Familie hat gleich so eine subtile "wir oder sie"-Haltung eingenommen. Hm, mein Schwiegervater nicht. Aber alle anderen. Ausgegangen ist das von seinem jüngsten Bruder, als der Mann nach einem ersten Treffen mit mir gesagt hat "ich hab meine Traumfrau gefunden - die xyz". Darauf sagte der Bruder nur "ach du scheiße". Der wusste vom Studium her, wer ich bin. Aber mehr nicht, ein wirkliches Kennen war das nicht.
"ach du scheiße". Ja super.
Eine Chance hat man mir danach auch nicht gegeben. Nur die blasierten Schnösel ham sie raushängen lassen. Das kann man halt. (dabei sind wir herkunftsmäßig absolut die gleiche Preisklasse - oberer Beamtenmittelstand mit reformkatholischem Background, haha)
Ich reagiere allerdings immer ziemlich uncharmant auf pseudo-elitäres Getue. Das kann ich nämlich so gar nicht leiden.
So hat das Verhältnis "die vs. ich" immer schon gehakt - auch wenn ich definitiv "nicht angefangen" habe.
Und der Mann hängt dazwischen und verhält sich absolut passiv. So als wäre ihm selbst nicht so ganz klar, wie er zu mir gekommen ist.
Er sagte mir heute, daß er befürchtet, daß wenn er mal in Konfliktsituationen deutlicher wird und sich auch sonst klarer zu seiner Entscheidung zu mir positioniert, schlagartig keine Herkunftsfamilie mehr zu haben. Er hat da richtig Angst vor - auch wenn er seine Herkunftsfamilie auch nicht so doll findet.
Ja dieser Scheiß belastet uns nun seit ähmmmmm - 11 Jahren.
Ohne wär es angenehmer, so viel ist sicher.
baerin - 16. Mrz, 23:38
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queerbeet - 17. Mrz, 17:49
den mist mit der schwiegerfamilie kenn ich. aber ich halt mich mittlerweile da raus. liebsteste muss sich selbst durchbeißen. entweder klar stellung beziehen oder das zwischendings aushalten. so lange da nicht allzu viel auf meinen schultern landet, kümmere ich mcih nicht darum.
aber ohne enkelkinder ist es sicher leichter, miteinander nicht allzu viel zu tun zu haben.
aber ohne enkelkinder ist es sicher leichter, miteinander nicht allzu viel zu tun zu haben.
baerin - 17. Mrz, 21:56
yep, queerbeet...
...ohne Enkelkinder wär ich auch schon weiter weg von dem Haufen.
Was das Zwischendings angeht - hier ist es so, daß der Mann das nicht nur bei seiner Familie zeigt, sondern auch bei mir / uns. Und das ist blöd für mich und die Kinder und produziert auch haufenweise Unmut bei uns. Jäää, das nervt....
LG BärenSchwester
Was das Zwischendings angeht - hier ist es so, daß der Mann das nicht nur bei seiner Familie zeigt, sondern auch bei mir / uns. Und das ist blöd für mich und die Kinder und produziert auch haufenweise Unmut bei uns. Jäää, das nervt....
LG BärenSchwester
EndlosFaden - 18. Mrz, 17:25
Huch,
"Er sagte mir heute, daß er befürchtet, daß wenn er mal in Konfliktsituationen deutlicher wird und sich auch sonst klarer zu seiner Entscheidung zu mir positioniert, schlagartig keine Herkunftsfamilie mehr zu haben"
wie ist denn das gemeint? Wird er verstoßen, gibt es einen Familienbann? (Naja, eine Herkunftsfamilie hat man doch immer, nur nicht immer damit zu tun *g*).
Nur gut, dass er im umgekehrten Fall nicht seine eigene Jetzfamilie verliert. Oder?!
Ich kenne es nicht selbst, bekomme aber viel ähnlichen Familienquark bei einer Freundin mit und weiß, wie auszehrend und quälend das mit den Jahren ist. Ich wünsche dir entsprechend viel emotionale Distanz und ein dickes Fell *streichel*.
LG Endlosfaden
wie ist denn das gemeint? Wird er verstoßen, gibt es einen Familienbann? (Naja, eine Herkunftsfamilie hat man doch immer, nur nicht immer damit zu tun *g*).
Nur gut, dass er im umgekehrten Fall nicht seine eigene Jetzfamilie verliert. Oder?!
Ich kenne es nicht selbst, bekomme aber viel ähnlichen Familienquark bei einer Freundin mit und weiß, wie auszehrend und quälend das mit den Jahren ist. Ich wünsche dir entsprechend viel emotionale Distanz und ein dickes Fell *streichel*.
LG Endlosfaden
baerin - 19. Mrz, 23:19
Endlosfaden...
...genau davor hat er Schiß, der Mann. Verstoß, Familienbann, kein Wort mehr, keinen Kontakt... So Brüche gibt es da mit Onkeln und Tanten durchaus. Er kennt das also.
Ja, ich hoffe, daß wir Jetztfamilie weiterhin unser Zusammenleben auf die Reihe kriegen. Wir geben uns jedenfalls Mühe. Und das Erkennen, daß seine Herkunftsfamilie mit ihrem Gehabe einen regelrechten Schatten auf uns legt, ist immerhin ein erster Schritt.
LG BärenSchwester
Ja, ich hoffe, daß wir Jetztfamilie weiterhin unser Zusammenleben auf die Reihe kriegen. Wir geben uns jedenfalls Mühe. Und das Erkennen, daß seine Herkunftsfamilie mit ihrem Gehabe einen regelrechten Schatten auf uns legt, ist immerhin ein erster Schritt.
LG BärenSchwester






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