Manchmal...
...gibt es so Tage die sich einfach unangenehm anfühlen.
So der hinter mir liegende.
Ich könnte irgendwie nur noch um mich schlagen.
Heute früh war ich in der "Sprechsstunde für habituelle Aborte" in der nächsten Universitätsklinik.
Zu unserer gegenseitigen Verwunderung sitzt mir dort als Spezialistin eine Mutter aus dem Kindergarten meines Sohnes gegenüber. Also - sie hat die Beratung wirklich sehr gut gemacht nur passt unsere Problemlage erstmal so in keines ihrer Raster. Ein gesundes Kind und dann 4 recht späte Fehlgeburten - da ist und bleibt die Frage, was sich in der Zeit zwischen der ersten und der 2. Schwangerschaft verändert hat.
Nun ja, wir werden nochmal alle Berichte, die noch ausstehen, anschauen und dann weitersehn.
Natürlich habe ich Schiß vor versteckten Krankheiten und all sowas. Uah. Mal schaun, wie weit ich mit diesen Untersuchungen überhaupt gehen möchte. *schlotter*
Kaum war ich wieder zu Hause, das Essen stand auf dem Tisch, rief eine Nichte meines Mannes an und bat mich erneut um Familienfotos von uns für ihren Fotokalender, den sie meiner Schwiegermutter zu Weihnachten zusammenstellen möchte. Das erste Mal klingelte sie mich ausgerechnet mitten in der letzten Fehlgeburt an. Ich habe sie da schon abgewimmelt.
Uns ist einfach nicht nach heile-Welt-Familienfotos, erst recht nicht, um meine beschissene Schwiegerfamilie schönzuschminken, wahhhhhh!
Nun ja, sie kann auch nix dafür, drängelte aber heute dann schon offensiver nach diesen dämlichen Fotos. Sämtliche Ausreden, die ich drauf hatte, lies sie nicht gelten *sfz* und da hab ich ihr irgendwann die Wahrheit um die Ohren gebrüllt. Damit habe ich sie dann komplett aus der Fassung gebracht, schluchz, kreisch, aufgelegt.
Ich gehe wieder in die Küche, will endlich essen, da ranzen mich Sohn und Mann an, was ich dat arme Mädel - naja, die ist 24 oder so - anbrülle und überhaupt. Dann habe ich die beiden auch noch angeschnauzt. Wer nimmt mich eigentlich mal in den Arm? Am liebsten wäre ich abgehaun, Auto vollpacken und wech. Immerhin hatten Mann und Sohn dann doch noch Verständnis für meine Situation sofern sie sie überhaupt reinfühlen können. Auch wenn sie natürlich trauern, so ist es mein Arsch, der angesichts der potenziellen Diagnosen und einer möglichen nächsten, u.U. intensiv-überwachten Schwangerschaft auf Grundeis geht.
Ich glaube, die Weihnachtsfeier bei Schwiegermutter in zwei Wochen laß ich ausfallen. Was mir hier mit den Kindern passiert ist, ist eh für die alle eine Nummer zu heftig - dann habe ich ihnen mal wieder eine Party versaut, das hatte ich schonmal. Wahhhhhhhh!
Heute gegen Abend ist dann auch noch mein Sohn völlig ausgetickt, weil er sich vom Nikolaus nicht genug beschenkt fühlte. Vermutlich lag es aber "nur" an einer für ihn leicht unstrukturierten Situation - ich habe telefoniert, unsere Mieterin kam mit Stutenkerlen rein und der Herr Sohn musste mal wieder den Kaspar bis hin zu bodenloser Frechheit machen. Eh, ich könnte den manchmal einfach für eine Weile "ins Heim" stecken.
Das ist sooo ambivalent - ich verliere alle vier Kinder nach ihm und mit ihm geht es rauf und runter, eine Achterbahnfahrt sondergleichen. Ich weiß manchmal gar nicht, was ich für ihn fühlen soll. Natürlich habe ich ihn lieb und bin supermutterglücklich, wenn er ausgeglichen und zufrieden ist.
Aber wenn ihn so "der Teufel reitet" habe ich echt übelste Phantasien bis hin zu Mord und Totschlag.
Hm. BärenSchwester ratlos. Ich bräuchte mal eine Auszeit.
Und morgen früh geht es dann mit dem Gör den ganzen Tag wieder in die Tagesklinik.
Manchmal denke ich "Projekt Familie gescheitert - gib das Kind ab, laß Dich scheiden und fang von vorne an ".
Neulich habe ich schon geträumt, wie ich den Verkauf der Hütte hier anleierte und damit alle unter Zugzwang setzte.
Immerhin habe ich heute Abend noch eine nette Löt-Session mit meinem Kollegen gemacht - wir versuchen grad, uns je einen Synthesizer selber zu bauen.
Dabei hat mein Mann sich auch vorbildlich um den Sohn gekümmert, so daß wir nicht noch groß genervt wurden.
So, Dampf ist abgelassen, jetzt gehe ich ins Bett.
So der hinter mir liegende.
Ich könnte irgendwie nur noch um mich schlagen.
Heute früh war ich in der "Sprechsstunde für habituelle Aborte" in der nächsten Universitätsklinik.
Zu unserer gegenseitigen Verwunderung sitzt mir dort als Spezialistin eine Mutter aus dem Kindergarten meines Sohnes gegenüber. Also - sie hat die Beratung wirklich sehr gut gemacht nur passt unsere Problemlage erstmal so in keines ihrer Raster. Ein gesundes Kind und dann 4 recht späte Fehlgeburten - da ist und bleibt die Frage, was sich in der Zeit zwischen der ersten und der 2. Schwangerschaft verändert hat.
Nun ja, wir werden nochmal alle Berichte, die noch ausstehen, anschauen und dann weitersehn.
Natürlich habe ich Schiß vor versteckten Krankheiten und all sowas. Uah. Mal schaun, wie weit ich mit diesen Untersuchungen überhaupt gehen möchte. *schlotter*
Kaum war ich wieder zu Hause, das Essen stand auf dem Tisch, rief eine Nichte meines Mannes an und bat mich erneut um Familienfotos von uns für ihren Fotokalender, den sie meiner Schwiegermutter zu Weihnachten zusammenstellen möchte. Das erste Mal klingelte sie mich ausgerechnet mitten in der letzten Fehlgeburt an. Ich habe sie da schon abgewimmelt.
Uns ist einfach nicht nach heile-Welt-Familienfotos, erst recht nicht, um meine beschissene Schwiegerfamilie schönzuschminken, wahhhhhh!
Nun ja, sie kann auch nix dafür, drängelte aber heute dann schon offensiver nach diesen dämlichen Fotos. Sämtliche Ausreden, die ich drauf hatte, lies sie nicht gelten *sfz* und da hab ich ihr irgendwann die Wahrheit um die Ohren gebrüllt. Damit habe ich sie dann komplett aus der Fassung gebracht, schluchz, kreisch, aufgelegt.
Ich gehe wieder in die Küche, will endlich essen, da ranzen mich Sohn und Mann an, was ich dat arme Mädel - naja, die ist 24 oder so - anbrülle und überhaupt. Dann habe ich die beiden auch noch angeschnauzt. Wer nimmt mich eigentlich mal in den Arm? Am liebsten wäre ich abgehaun, Auto vollpacken und wech. Immerhin hatten Mann und Sohn dann doch noch Verständnis für meine Situation sofern sie sie überhaupt reinfühlen können. Auch wenn sie natürlich trauern, so ist es mein Arsch, der angesichts der potenziellen Diagnosen und einer möglichen nächsten, u.U. intensiv-überwachten Schwangerschaft auf Grundeis geht.
Ich glaube, die Weihnachtsfeier bei Schwiegermutter in zwei Wochen laß ich ausfallen. Was mir hier mit den Kindern passiert ist, ist eh für die alle eine Nummer zu heftig - dann habe ich ihnen mal wieder eine Party versaut, das hatte ich schonmal. Wahhhhhhhh!
Heute gegen Abend ist dann auch noch mein Sohn völlig ausgetickt, weil er sich vom Nikolaus nicht genug beschenkt fühlte. Vermutlich lag es aber "nur" an einer für ihn leicht unstrukturierten Situation - ich habe telefoniert, unsere Mieterin kam mit Stutenkerlen rein und der Herr Sohn musste mal wieder den Kaspar bis hin zu bodenloser Frechheit machen. Eh, ich könnte den manchmal einfach für eine Weile "ins Heim" stecken.
Das ist sooo ambivalent - ich verliere alle vier Kinder nach ihm und mit ihm geht es rauf und runter, eine Achterbahnfahrt sondergleichen. Ich weiß manchmal gar nicht, was ich für ihn fühlen soll. Natürlich habe ich ihn lieb und bin supermutterglücklich, wenn er ausgeglichen und zufrieden ist.
Aber wenn ihn so "der Teufel reitet" habe ich echt übelste Phantasien bis hin zu Mord und Totschlag.
Hm. BärenSchwester ratlos. Ich bräuchte mal eine Auszeit.
Und morgen früh geht es dann mit dem Gör den ganzen Tag wieder in die Tagesklinik.
Manchmal denke ich "Projekt Familie gescheitert - gib das Kind ab, laß Dich scheiden und fang von vorne an ".
Neulich habe ich schon geträumt, wie ich den Verkauf der Hütte hier anleierte und damit alle unter Zugzwang setzte.
Immerhin habe ich heute Abend noch eine nette Löt-Session mit meinem Kollegen gemacht - wir versuchen grad, uns je einen Synthesizer selber zu bauen.
Dabei hat mein Mann sich auch vorbildlich um den Sohn gekümmert, so daß wir nicht noch groß genervt wurden.
So, Dampf ist abgelassen, jetzt gehe ich ins Bett.
baerin - 7. Dez, 01:13
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