"Es" ist da...
...das hochmagische Utensil.
Heute so gegen 14.15 Uhr kam es per dpd.
Wie ihr zum großen Teil schon erraten habt *gg* - ja, es ist eine Schamanentrommel von Davidromandrums aus Berlin. Ich habe mich nach einer tollen Erfahrung für das Modell mit 19" (gut 48 cm) Durchmesser entschieden.
Sie ist heile hier angekommen - nur - running-gag bei der Sache - der mitbestellte Schlägel und die Dämpferfellchen fehlten.
Ja und die Trommel - hmmmm - es war definitiv nicht "Liebe auf den ersten Blick". Sie ist in einigen Punkten anders als die Schamanentrommeln aus der gleichen Werkstatt, die ich bislang kennengelernt habe.
Ihr Rahmen ist sehr schmal - nur 4,5 cm hoch. Dann ist er aus Esche und nicht aus Kirschholz wie die Trommeln, die ich schon kenne. Das Eschenholz wurde offenbar mit Leinöl behandelt und ist somit hellgelblich.

Der Holzgriff im Trommelinneren ist mit dicken, etwas knarzenden Lederschnüren am Rahmen befestigt.

Das Fell wirkt recht dünn und es ist größtenteils leicht durchscheinend. Diese Trommel wirkt fragiler und auch nicht so edel wie alle anderen, mir bekannten Trommeln.

Habe die Trommel gleich aufgepumpt - es ging erst keine Luft rein. Ich habe das Ventil herausgeschraubt, durchgepustet und wieder eingesetzt. Die dann reingepumpte Luft hielt. Aber schon beim nächsten Versuch, den ich nach einer Weile vornahm - Luft mal wieder ablassen, erneut aufpumpen - war nach ziemlich kurzer Zeit die Luft wieder weg. Bei einem erneuten Versuch blieb die Luft dann länger drin.
Ich probierte meinen provisorischen Schlägel, dessen Kopf mit einem Stück Leder, welches mit Lederschnur umwickelt ist.
Klang _nicht so doll_.
Möööööp da ging meine Stimmung aber runter. Gut, umtauschen kann man alles - aber nach all der Warterei nicht grad das, was ich mir gewünscht habe.
Dann habe ich den Schlägel mit Stoff umwickelt. Klang schon bedeutend besser.
Ja aber so richtig glücklich war ich noch nicht und da ich eh noch den Schlägel und die Dämpferfellchen nachordern musste, hab ich dann bei Davidromandrums angerufen und mir erstmal noch etwas zu meiner Trommel erzählen lassen.
Mit manchen Dingen muß man ja erst nach und nach zusammenwachsen und ich möchte dieser Trommel doch wenigstens eine Chance geben.
Na und es war ganz interessant, was mir zu der Trommel und zum Trommelbau im allgemeinen erzählt wurde:
Die Esche meiner Trommel ist nicht wie das Kirschholz der anderen aus Amerika sondern aus Berlin vom Stadtrand. Der Hirsch ist vom entgegengesetzten Ende der Stadt. Das ist mir ja ganz sympathisch. Esche würde bei den Schamanentrommeln auch wegen der mythologischen Bedeutung im keltisch/germanischen Raum eingesetzt. Nu ja, das ist mir ja nicht sooo wichtig (in meinem Fall wär das Holz eines _Dornbusches_ wohl passender *gacker*) - aber heimische Produkte bevorzuge ich ja grundsätzlich, da meine Dinge nicht ohne Not weiter gereist sein müssen als ich es selber tu.
Da Esche schwerer als Kirsche ist (besonders die amerikanische ist ziemlich leicht) und diese Trommel auf Leichtigkeit gebaut ist, ist die Nut, in der der Fahrradschlauch verläuft, tiefer als sonst. Ja, aufgepumpt ist sie an den Seiten auch etwas flacher als die Trommeln, die ich schon kenne. Auch ist wegen der Gewichtsersparnis der Rahmen so schmal. Die Trommel wiegt straff aufgepumpt 850 Gramm und liegt auch sehr leicht in der Hand.
Das die Trommel Luft zu verlieren scheint läge daran, daß der Fahrradschlauch am Anfang sich noch nicht vollständig aufpumpen läßt und die Luft dann noch in Hohlräume entweicht und es rundum dann fehlt.
Das Hirschfell sei vielleicht ein dünneres Exemplar als manch anderes - aber gut, die Schwankungsbreite der Dicke schon innerhalb einer Hirschhaut habe ich ja schon beim Rasselbau auf dem Vollmondcamp bemerkt.
Der Griff ist bei meiner Trommel ja an recht lockeren, noch knirschenden Lederschnüren aufgehängt. Ich kenne eher recht starre Aufhängungen aus Hirschhaut. Klangtechnisch sei das egal - nur zu fest dürfe so eine Verbindung nicht sein, denn sonst nimmt das dem Klang an Volumen. So der Fachmann.
Ja - wobei ich nun beim Klang bin.
Ich habe im Laufe des Nachmittags - nachdem ich die Trommel richtig straff aufgepumpt habe und sie die Stimmung seitdem auch stabil hält - einfach mal ein bisschen mit meinen Schlägelprovisiorien herumexperimentiert. Habe noch eine sehr weiche Variante mit einer alten Socke, überzogen von einem Seidentüchlein aus der Spielzeugkiste, gemacht. Mit dem weicheren Material ist der Klang weicher und leiser, mit dem härteren "durchschlagender".
Der Klang ist alles in allem "sehr groß", voll und rund - die Trommel hat viel Sustain bzw. Resonanz. Sie tönt schon leise, wenn man sie nur hochnimmt und spricht dementsprechend leicht an.
Also das dickste Fell kann sie wirklich nicht haben - sonst wäre ihr auch etwas schwerer ein Ton zu entlocken.
Schön finde ich die feingeäderte Fellzeichnung:

Dem Mann und dem großen Kind gefallen der Klang auch sehr gut.
Tatsächlich hat sie für mich in der Anmutung auch etwas von einer orientalischen Rahmentrommel, die man mit den Fingern spielt.
Aber aber aber - auch wenn ich irgendwie mit einer robusterer, "uriger" anmutenden Trommel gerechnet habe - ist dieses fragile Leichtgewicht doch toll. Ich glaube, daß wir zusammen wachsen können. Ich mag sie immer mehr. Und wir kennen uns ja gerade mal einen Nachmittag lang. *gg*

Heute so gegen 14.15 Uhr kam es per dpd.
Wie ihr zum großen Teil schon erraten habt *gg* - ja, es ist eine Schamanentrommel von Davidromandrums aus Berlin. Ich habe mich nach einer tollen Erfahrung für das Modell mit 19" (gut 48 cm) Durchmesser entschieden.
Sie ist heile hier angekommen - nur - running-gag bei der Sache - der mitbestellte Schlägel und die Dämpferfellchen fehlten.
Ja und die Trommel - hmmmm - es war definitiv nicht "Liebe auf den ersten Blick". Sie ist in einigen Punkten anders als die Schamanentrommeln aus der gleichen Werkstatt, die ich bislang kennengelernt habe.
Ihr Rahmen ist sehr schmal - nur 4,5 cm hoch. Dann ist er aus Esche und nicht aus Kirschholz wie die Trommeln, die ich schon kenne. Das Eschenholz wurde offenbar mit Leinöl behandelt und ist somit hellgelblich.

Der Holzgriff im Trommelinneren ist mit dicken, etwas knarzenden Lederschnüren am Rahmen befestigt.

Das Fell wirkt recht dünn und es ist größtenteils leicht durchscheinend. Diese Trommel wirkt fragiler und auch nicht so edel wie alle anderen, mir bekannten Trommeln.

Habe die Trommel gleich aufgepumpt - es ging erst keine Luft rein. Ich habe das Ventil herausgeschraubt, durchgepustet und wieder eingesetzt. Die dann reingepumpte Luft hielt. Aber schon beim nächsten Versuch, den ich nach einer Weile vornahm - Luft mal wieder ablassen, erneut aufpumpen - war nach ziemlich kurzer Zeit die Luft wieder weg. Bei einem erneuten Versuch blieb die Luft dann länger drin.
Ich probierte meinen provisorischen Schlägel, dessen Kopf mit einem Stück Leder, welches mit Lederschnur umwickelt ist.
Klang _nicht so doll_.
Möööööp da ging meine Stimmung aber runter. Gut, umtauschen kann man alles - aber nach all der Warterei nicht grad das, was ich mir gewünscht habe.
Dann habe ich den Schlägel mit Stoff umwickelt. Klang schon bedeutend besser.
Ja aber so richtig glücklich war ich noch nicht und da ich eh noch den Schlägel und die Dämpferfellchen nachordern musste, hab ich dann bei Davidromandrums angerufen und mir erstmal noch etwas zu meiner Trommel erzählen lassen.
Mit manchen Dingen muß man ja erst nach und nach zusammenwachsen und ich möchte dieser Trommel doch wenigstens eine Chance geben.
Na und es war ganz interessant, was mir zu der Trommel und zum Trommelbau im allgemeinen erzählt wurde:
Die Esche meiner Trommel ist nicht wie das Kirschholz der anderen aus Amerika sondern aus Berlin vom Stadtrand. Der Hirsch ist vom entgegengesetzten Ende der Stadt. Das ist mir ja ganz sympathisch. Esche würde bei den Schamanentrommeln auch wegen der mythologischen Bedeutung im keltisch/germanischen Raum eingesetzt. Nu ja, das ist mir ja nicht sooo wichtig (in meinem Fall wär das Holz eines _Dornbusches_ wohl passender *gacker*) - aber heimische Produkte bevorzuge ich ja grundsätzlich, da meine Dinge nicht ohne Not weiter gereist sein müssen als ich es selber tu.
Da Esche schwerer als Kirsche ist (besonders die amerikanische ist ziemlich leicht) und diese Trommel auf Leichtigkeit gebaut ist, ist die Nut, in der der Fahrradschlauch verläuft, tiefer als sonst. Ja, aufgepumpt ist sie an den Seiten auch etwas flacher als die Trommeln, die ich schon kenne. Auch ist wegen der Gewichtsersparnis der Rahmen so schmal. Die Trommel wiegt straff aufgepumpt 850 Gramm und liegt auch sehr leicht in der Hand.
Das die Trommel Luft zu verlieren scheint läge daran, daß der Fahrradschlauch am Anfang sich noch nicht vollständig aufpumpen läßt und die Luft dann noch in Hohlräume entweicht und es rundum dann fehlt.
Das Hirschfell sei vielleicht ein dünneres Exemplar als manch anderes - aber gut, die Schwankungsbreite der Dicke schon innerhalb einer Hirschhaut habe ich ja schon beim Rasselbau auf dem Vollmondcamp bemerkt.
Der Griff ist bei meiner Trommel ja an recht lockeren, noch knirschenden Lederschnüren aufgehängt. Ich kenne eher recht starre Aufhängungen aus Hirschhaut. Klangtechnisch sei das egal - nur zu fest dürfe so eine Verbindung nicht sein, denn sonst nimmt das dem Klang an Volumen. So der Fachmann.
Ja - wobei ich nun beim Klang bin.
Ich habe im Laufe des Nachmittags - nachdem ich die Trommel richtig straff aufgepumpt habe und sie die Stimmung seitdem auch stabil hält - einfach mal ein bisschen mit meinen Schlägelprovisiorien herumexperimentiert. Habe noch eine sehr weiche Variante mit einer alten Socke, überzogen von einem Seidentüchlein aus der Spielzeugkiste, gemacht. Mit dem weicheren Material ist der Klang weicher und leiser, mit dem härteren "durchschlagender".
Der Klang ist alles in allem "sehr groß", voll und rund - die Trommel hat viel Sustain bzw. Resonanz. Sie tönt schon leise, wenn man sie nur hochnimmt und spricht dementsprechend leicht an.
Also das dickste Fell kann sie wirklich nicht haben - sonst wäre ihr auch etwas schwerer ein Ton zu entlocken.
Schön finde ich die feingeäderte Fellzeichnung:

Dem Mann und dem großen Kind gefallen der Klang auch sehr gut.
Tatsächlich hat sie für mich in der Anmutung auch etwas von einer orientalischen Rahmentrommel, die man mit den Fingern spielt.
Aber aber aber - auch wenn ich irgendwie mit einer robusterer, "uriger" anmutenden Trommel gerechnet habe - ist dieses fragile Leichtgewicht doch toll. Ich glaube, daß wir zusammen wachsen können. Ich mag sie immer mehr. Und wir kennen uns ja gerade mal einen Nachmittag lang. *gg*

baerin - 15. Okt, 18:05
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