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Donnerstag, 26. November 2009

Ich habe gestern ganz vergessen zu schreiben...

...dass meine Großtante gestorben ist. Als ich gestern weg war, rief mein Vater an und erzählte es dem Mann.
94 ist sie geworden und starb an absoluter Altersschwäche. Vor knapp zwei Jahren sah es wegen einem Infekt schon mal ganz mies aus bei ihr, aber sie hatte sich wieder ganz gut bekrabbelt. Aber in den letzten Wochen und Monaten wurde sie wohl immer vergesslicher und schwächer auch ohne äußere Anlässe und ist dann einfach friedlich eingeschlafen.
Nächste Woche Donnerstag ist die Beerdigung.
Tjoah, jetzt ist von der Generation niemand mehr da. Das ist echt traurig.


Heute war ich beim Elternsprechtag für die weiterführende Schulempfehlung vom großen Kind.
Hihi, das war recht lustig. Die Klassenlehrerin vom großen Kind ist echt nett. Und wir haben ein vorläufiges ganz ungewöhnliches Arrangement getroffen:
Sie will partout dem großen Kind eine Gymnasialempfehlung geben. Aber das heißt nicht, daß sie das große Kind gerne auf dem uninspirierten Stressokraten-Gymnasium hier vor Ort sehen möchte. Ich bzw. wir wollen das ja auch nicht.
Das große Kind will aber partout hier vor Ort zur Schule gehen.
Es möchte räumliche Nähe zu uns, sein Schulumfeld gut kennen und auch eine überschaubare Schule, die ihm Nestgefühl vermittelt. Also bleibt nur die hiesige Realschule.
Somit bekommt das große Kind von ihr die Gymnasialempfehlung, weil sie es für ziemlich clever hält. Vor allem sein Sprachvermögen ist wirklich beeindruckend. Sie meinte, seine Sprache wär echt literarisch geprägt. Kein Wunder bei dem Vater. *gg*
Aber in Mathe ist es kein Überflieger, wie wir einstimmig feststellten. Es kann sich nämlich nichts _erarbeiten_. Meiner Ansicht nach ist das ein Reifeproblem, einfach eine der Reifeverzögerungen, die das große Kind so hat. Es sind ja doch einige, nicht nur körperlich - aber das macht ja nix.

Die Klassenlehrerin und ich finden, daß große Kind sollte sein Abitur machen und zwar in 13 Jahren, so wie wir auch.
Das Gymnasium in 8 Jahren ist nix für jemanden, der erstmal wachsen muß. Das große Kind ist ja noch von der Vorpubertät ganz weit entfernt. Es ist zwar mein großes Kind, aber noch ganz schön klein in vielerlei Hinsicht.
Und eben aus diesen Gründen wird vorerst beim Elternwunsch "Realschule" stehen. Haha. Andersrum gibt es das ständig und ganz viele Grundschullehrer haben immer den Streß mit den Eltern wegen dieser blöden, in unserem Bundesland auch absolut bindenden, Empfehlung. Aber so rum gibt es das so gut wie nie. *lol*
Naja, ich bin ja auch soweit vom Fach, daß ich die Richtlinien, die verschiedenen Schulcurricula und -programme auch in ihren Konsequenzen durchblicke. Und da sind wir uns absolut einig - das Gymnasium in seiner derzeitigen Form ist einfach nicht gut und es fördert ganz bestimmt weder Intelligenz noch Bildung sondern nur "reinstopfen". Und es gibt echt nur wenige Gymnasien, die das durch andere Qualitäten kompensieren - aber so eins ist dem großen Kind nicht nah genug. Vielleicht ist es auch wirklich einfach zu klein für weite Wege und so viel Engagement.
Also: lieber eine gute Realschule, wo ein Kind lernen und arbeiten lernt und dabei auch noch nachmittags Zeit für außerschulische Interessen hat als ein weniger gutes Gymnasium, an dem das Kind nach spätestens 3 Jahren einen Burn-Out hat.

Wenn das große Kind nicht aus lauter fachlicher Unterforderung sämtliche Initiative einstellt (das ist die Befürchtung der Lehrerin), dann kann es so geschult und gereift nach der 10. Klasse immer noch zum Gymnasium. Geht es dort in die 10 und tut sich nicht bei evtl. sehr guten Vorleistungen den Streß des nahtlosen Anschlusses an, hat es vielleicht 3 Jahre Schulstreß in einem Alter, in dem man den verpacken kann und wenn alles gut geht, nach 13 Jahren sein Abitur. Bis dahin Kindheit, Zeit zum spielen und auch mal zum herumhängen. Zupp. Finde ich super.
Und wenn das nix mit dem Abi werden will, finde ich das so stimmiger als eine abgebrochene Gymnasialkarriere.

Echt schade, daß es keine gute und vor allem auch kleine Gesamtschule hier in der Gegend gibt. Das große Kind ist nämlich _das_ Gesamtschulkind finden alle progressiven LehrerInnen die es so kennen. Ich auch. *gg*

Mittwoch, 25. November 2009

Das kleine Kind...

...schärft sein Profil immer mehr...
Da will ich heute zu einem Schulmusiktheaterelternabend gehen.
Die Schule ist 3 Minuten Fußweg von uns - in Sichtweite.
Ich habe meine Clogs an, die ich zu Hause immer anhabe. Manchmal auch draußen. Ich sage zu dem Mann und hauptsächlich zu mir selber "ach ich brauch keine anderen Schuhe für den kurzen Weg, die Clogs tuns völlig". Sagt das kleine Kind empört "nein nein, richtig Sssuhe anziehn!"
Was sagte mir noch das Zeichenmedium, zu dem ich ab und an mal hingehe? Das kleine Kind wär die reinkarnierte Seele meiner Mutter, ich sollte auf alle Fälle sämtliche Hinweise darauf notieren.
Wenn das so ist, dann war das ein ganz eindeutiger Hinweis. *grmpf*
Hülfäää mein kleines Kind erzieht mich! ;-)

Freitag, 20. November 2009

*loooool* - diese Kinder

Wenn das große Kind grad mal nicht optimal strukturiert oder reguliert ist (und das ist es öfter) dann fängt es an, alles mögliche kaputtzufummeln, herumzulabern und garantiert nichts konstruktives mehr hintereinander zu kriegen.
Heute war es mal wieder so weit.
Das kleine Kind puzzelt mit Hingabe.
Das große fingert dazwischen. Das kleine will das nicht.
Das große fingert weiter, redet irgendwas, stört das kleine.
Meckert das kleine Kind: "Finger fummel Klappe!!!" und versucht, das große zu hauen und zu beißen.

*loooooooooool* :D :D :D

Abgesehen von den Hau- und Beiß-Versuchen (die gehen natürlich gar nicht) finde ich, daß das kleine Kind die Sache bestens charakterisiert hat. "Finger fummel Klappe" - ich glaube, das wird hier noch ein geflügeltes Wort. *gacker*

Montag, 16. November 2009

Ich komme grad vom Trommeln...

...und mich erwartet _das_ bildungsbürgerliche Idyll zu Hause.
Das kleine Kind sitzt in einem gründerzeitlichen Sessel, eingewickelt in eine Decke und liest Pixi-Bücher. Das große Kind zeichnet. Der Mann sitzt im Schaukelstuhl und liest ein Buch. Alle sind hochkonzentriert. Man hört nur eine Platte mit Klaviermusik von Brahms. *augenreibsundwunder*
Abgesehen von der Uhrzeit (20vor11) war alles perfekt fürs Klischeebildchen, haha.

Wenn ich so die ganzen Eltern hier so quatschen höre, wie die mit ihren Kindern immer angeben und was die alles können und wie super die in der Schule wären usw. könnte ich glatt meinen, meine Kinder wären blöd und zurückgeblieben.
Ich bin aber der festen Überzeugung, das diese Poser-Eltern _so_ ein Szenario wie ich das grad zu sehen bekam, nie hinkriegen. Da nutzt auch Ballett und Reiten und Geigenunterricht und der ganze Scheiß nichts. Denn im Grunde sind diese Poser doch alles elend unsouveräne Banausen, die die Angeberei nur nötig haben. Boah mich nervt das zunehmend und es wird immer schlimmer. Jetzt bekommen schon Gymnasial-Kinder prophylaktisch Nachhilfe, damit sie erst gar nicht verkacken oder gar die Schule wechseln müssen. Wie krank ist das denn?

Freitag, 13. November 2009

*augenreibs*

schon wieder eine Woche um und ich war gar nicht hier...
Derzeit überschlagen sich die Notwendigkeiten aber auch.
Immer klarer wird, was beim Mann alles nicht geht, was er nicht kann - aber auch, was er besonders gut kann.
Blöderweise ist der ganze Bereich Selbstorganisation / Leben geregelt kriegen absolut insuffizient und es sieht nicht so aus, als sei eine Wiederherstellung bzw. überhaupt ein Erlernen dieser Dinge schnell gemacht.

Es ist klar, daß ich hier finanziell die "Pflicht" machen muß. Wenn er dann noch die "Kür" hinkriegt, ist es bestens, ansonsten gehen wir zumindest nicht vor die Hunde.
Was meine Stellensuche angeht, ist sind mir ein paar Dinge jetzt ganz klar:
Zu weit darf das nicht weg sein, einfacher Weg in max. 30 Minuten zu bewältigen. Öffis / Fahrrad muß möglich sein, 100 % Auto schaffe ich nicht. Dann muß ich mich auf alles bewerben, was passend ausgeschrieben wird und aber auch im Freundes- und Bekanntenkreis alle informieren, die auch in der Branche tätig sind.
Ich habe mal in der Ausbildung das "Modell" für einen, der sich auf eine Ausbilderstelle beworben hat, gegeben. Der war voll von meiner Arbeit angetan und hat auch seine Stelle bekommen, da er mit mir die Anschlußbesprechung gut gemacht hat. Der hat, als ich schwanger mit dem kleinen Kind war, mich über einen Freund versucht, als Elternzeitvertreterin anzuwerben. Da war die tolle Ausbildungssituation auch schon 8 / 9 Jahre her - und er hat sich immer noch an mich erinnert. Aber mein Freund konnte damals gleich sagen, daß ich auch schon quasi im Mutterschutz wäre. *gg*
Aber jetzt könnte ich den Menschen mal kontaktieren. Vielleicht weiß er ja was.

Eine volle Stelle geht aber erstmal nicht wegen den Kindern. Der Mann kann sich kümmern, braucht aber immer für jeden Schritt eine detaillierte Arbeitsanweisung. *gg*
Ich muß das also strukturieren. Nun ja, im pädagogischen Bereich geht es eh nur so. Ich hoffe, ich habe das irgendwann absolut automatisch drin und kann es dann aber auch dort lassen, wo es nicht angezeigt ist, hihi.

Heute war ich mit dem kleinen Kind beim Tag der offenen Tür im Kindergarten. Das kleine Kind war begeistert. Ich habe es gleich angemeldet - evtl. bekommt es einen Platz ab März, ansonsten spätestens ab August. Morgen gehen wir noch in den anderen Kindergarten hier im Ort. Da war das große Kind und ich werde das kleine auch gleich anmelden.
Wenn es ab März einen Platz hätte, könnte ich schon vertretungsweise arbeiten. Wenn sich was bietet...
Und heute tauchte im Netz auch die erste Stelle auf, auf die ich mich überhaupt bewerben kann. Das werde ich dann auch machen. Mal gucken, ob ich überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde. Oh man, ich habe doch Bammel.

Und jetzt gehe ich in die Badewanne, da mein Kopf raucht.
In vier Wochen muß ich auch noch eine Auftragsarbeit mit ganz großem Kreativanspruch abliefern. *schwitz*
Alles bissken viel grad - das kommt davon, wenn man monatelang vor sich hin schludert. ;-)

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