Montag, 12. Mai 2008

So allerlei...

Hab lange telefoniert mit meiner besten Freundin.
Ich find es grad total klasse, wie konstruktiv sie mit der Situation und mit sich umgeht. Und wie viele Leute und auch Kollegen total nett sind, sie einladen, mit ihr reden und sie unterstützen. Das, wo meine beste Freundin doch eher der Typ "Abkapsler" ist. Ach toll!
Natürlich hat sie unglaublich Schiß davor, daß sich der Krebs ausgebreitet hat. Ich auch. Bis das herausgefunden ist, ist auch noch Zeit. Zeit, sich neu zu orientieren und aber auch Zeit, sich verrückt zu machen. Mal gucken. Wir wollen uns in dieser Woche treffen.

Die Pfingsttage mit dem herrlichen Wetter genießen wir hier sehr familiär. Der Mann hat den Garten entdeckt und ist dabei, das Gemüsebeet anzulegen.
Bevor wir einsäen können ist zwar noch einiges an (Erd-)Arbeiten angezeigt, aber wenn er dran bleibt, wird es richtig toll. Gerade klopft er die Steine der alten Terassenbefestigung aus dem Speis - damit will er eine Beetbegrenzung zum Rasen hin machen.
Gestern hat er eine Lampe vom Schrott in den Kirschbaum gehängt und zum Kerzenleuchter umfunktioniert. Sieht richtig klasse aus, ich bin begeistert!
Da wir derzeit finanziell ja eh recht knapp sind, finde ich kreatives und schickes Recycling um so besser.
Unsere Mieterin hat ihren Gartenteil ja auch mit viel Recycling und wenig Geld in einem Jahr gestaltet und nutzbar gemacht. Das gefällt dem Mann total gut und er ist angefixt. *gg*

Die Pfingstmesse gestern war nur schön. Der neue Pfarrer scheint echt gut zu sein - und auch in Kombination mit dem Senior sehr angenehm. Und dann die Musik - was sich anhörte wie eine selten gute, moderne Komposition, war eine Improvisation des Organisten. Whoow - ich hatte echt eine Gänsehaut und er bekam hinterher nicht nur von mir Komplimente.
Eine wirklich gute Atmosphäre war da.
Der Mann meinte "na so langsam wird das ja echt ein Ort, an dem man sich wohlfühlen kann". Ich finde es total schön, daß er grad soweit geerdet ist, daß er sowas überhaupt mitbekommt.

So, und jetzt gehe ich wieder raus in unseren wunderbaren Zaubergarten! :-)

Donnerstag, 8. Mai 2008

Ich bin schockiert...

...Da ruft grad meine beste Freundin an - der Befund ist da, es ist echter Uteruskrebs. In sechs Wochen nehmen sie dann auf alle Fälle den Uterus raus, alles weitere sieht man dann.
Muß das jetzt auch noch sein?!?

Dienstag, 6. Mai 2008

Gestern...

...hat das große Kind sich total rührend um das kleine Kind gekümmert, während ich trommelte. Wahhh, waren die beiden süß!
Dafür gab es heute dann auch - wie versprochen - ein ganzes Spaghettieis für das tolle große Kind.
Der Mann ist gestern Abend mit meiner Schwiegermutter zum Geburtstag seines Bruders gefahren. Unterwegs hat er tatsächlich die wichtigsten und unangenehmsten Differenzpunkte mit ihr geklärt. Ich bin beeindruckt!
Ob das jetzt ihr Verhältnis zu uns nachhaltig verbessert, wissen wir natürlich nicht - aber er hat _endlich_ getan, was er tun kann.
Und seine Herkunftsfamilie hat ihm nicht gekündigt.
Ja super, dann merkt er mal, daß Verantwortung übernehmen eine feine Sache sein kann. Wenn es weiter so geht, bin ich nur froh.

Heute früh am Morgen ab 7 Uhr wurde bei meiner besten Freundin diese Konisation und eine Ausschabung gemacht. Hoffentlich ist die daraus gewonnene Gewebeprobe nicht noch tragischer als die bisherige Diagnose.
Ich habe ihr natürlich versprochen, mit Reiki und guten Gedanken bei der Sache behilflich zu sein. Da ich Angst hatte, zu verschlafen, habe ich gestern schon mal vorgearbeitet.
Heute früh geisterte der Mann in der Wohnung herum und machte sich startklar für den Tag. Ich war noch unglaublich müde und ein verschlafener Blick auf den Wecker sagte mir, daß wir noch eine Stunde liegen bleiben könnten.
Der Mann meinte aber, daß es Zeit wäre und trieb das große Kind zur Eile an. Ich begann, im Halbschlaf mit schlechtem Gewissen Reiki zu senden. Höm ja - dachte dann ja auch, daß es schon auf 8 Uhr zugeht und meine Freundin eigentlich schon alles hinter sich hat.
Das große Kind taumelte in dem Bewusstsein, zu spät zu kommen, verschlafen zur Schule. Nach einer Weile bin ich dann auch aufgestanden und sah mit klarem Blick auf den Wecker, daß es erst 10 nach 7 war!
Ich habe gleich den Mann dem großen Kind in Richtung Schule hinterhergeschickt (nicht, daß dort noch alles verschlossen war und das arme Kind da alleine...) - aber das große Kind saß zum Glück zufrieden in seinem Klassenraum und las. Poah, sind wir manchmal verpeilt. *gg*
In Ruhe habe ich mich dann dem Fernreiki für meine Freundin gewidmet. Sie hat mich heute am frühen Nachmittag gleich angerufen, daß alles soweit gut verlaufen ist.
Nun hoffen wir mal, daß die guten 50 % eintreffen und alles damit erledigt ist.

Montag, 5. Mai 2008

Wie wohltuend...

...diese Sonne!
Wir haben die Fläche für unser erstes Gemüsebeet frei. Umgraben oder hacken muß man noch - und dann einsäen. Die Erdbeerpflanzen habe ich mit Steinen umhegt und sie mit Rasenschnittmulch umgeben.
Das kleine Kind krabbelte zwischen Decke, Rasen und dem kleinen Trampolin herum und guckte zu. Eine total schöne Stimmung!
Zu unserem Garten entwickelt sich jetzt wirklich ein enges Verhältnis.

Am Samstag waren wir den ganzen Tag auf der Geburtstagsfeier eines Studienkollegen von mir. Der wohnt mittlerweile wieder hier in der Nähe auf einem Bauernhof. Viele Leute, die ich noch aus dem Studium kenne, kamen aus allen möglichen Richtungen dorthin. Selbst die verspanntesten und verschlossensten von damals haben jetzt Kinder und sind tatsächlich ziemlich offen und gesprächig. Liegt es an den Kindern? *gg*
Was war das schön, kommunikativ und entspannt - ich hatte danach das Gefühl, eine Woche Urlaub hinter mir zu haben.

Gestern Abend und heute Abend mit den Kindern (der Mann fährt zu Schwagers Geburtstag) ist intensives Trommeln für einen kleinen Benefizauftritt am Mittwoch Abend. Ein recht großer Weltladen feiert sein Jubiläum und mein Trommelkurs trommelt in den Umbaupausen der Bands. Ich habe unverfänglich einfache Stimmen übernommen und kann so entspannt mitmachen. Die anderen machen das ja schon so viel länger als ich - die meistern die schwierigeren Parts richtig gut.
Bin mal gespannt, wie die Probe heute Abend mit den Kindern wird.
Wenn alles gut klappt, bekommt das große Kind für seine Babysitterdienste dann ein Spaghettieis. Versprochen!

Donnerstag, 1. Mai 2008

Der Tag heute...

...fing so vielversprechend aktiv an.
Am frühen Nachmittag haben wir dann das große Kind zur Oma - also meiner Schwiegermutter - gebracht. Es will da übernachten.
Ja dann waren wir bei der Schwiegermutter. Kurz noch war ein Schwager mit seiner Freundin da, hatten auch die beiden Kinder dort abgeliefert, wollten weiter mit dem Auto in einen Kurzurlaub. Ja den Kaffee trank man dann im Stehen irgendwo nur nicht mit uns am Tisch. Ja weil man im Auto ja noch so lange sitzen muß. *Augenrolls*
Dann waren die weg, die Kinder spielten und gemeinsam wurde ein Zelt aufgebaut. Das war ja noch o.k..
Aber dann hockten wir da dumm rum mit der Schwiegermutter und sie schnitt irgendwelche Themen auf komische Art an und es ergaben sich nur zähe und klebrige Gespräche. Ich bin da nur noch ausweichend, mag nichts mehr von mir preisgeben. Ich fühle mich unangenehm abgescannt auf Dinge, die so toooolll sind, daß man damit bei anderen angeben kann. Das macht sie ja immer gerne.
So wie sie uns auch immer nur Sachen von all den toooolllen Verwandten und anderen Leuten, die ich vermeintlich kennen müsste, erzählt.
Als Person interessiert man da eh nicht. Nur als Lieferant für supi-pupi Geschichten. Und wenn man nichts supi-pupi zu erzählen hat sondern die unspektakuläre oder auch gelegentlich katastrophale Realität, ist man Spielverderber.
Außerdem stellt sie alles, aber wirklich auch alles, was sie tut und macht als von anderen veranlasst da. Z.B. will sie nach langem mal wieder eine Schwester von sich besuchen. Sagt sie nicht, daß sie die einfach mal wieder besuchen will - nein - diese Schwester hat ja schon sooo lange gefragt und gedrängelt da muß sie dann doch mal hin...
So geht das mit allem. Sie reagiert vorgeblich nur, agiert angeblich nie. Weil wenn man nichts tut, macht man ja auch nix verkehrt oder wie?!? Verantwortung ist das, was man umgehend anderen Menschen in die Schuhe schiebt...
Ich hasse das.
Als wir wieder mit dem kleinen Kind zu Hause waren, wurde der Mann sehr nachdenklich. Er sagte, daß sie wie ein Spiegel für sein zentrales Problem wär - er sieht sich selber plötzlich ganz klar darin. Und merkt, wie unangenehm das ist.
Ja sag ich - tust ja auch immer so, als wüsstest Du gar nicht, wie Du an diese Frau, die Kinder und das Haus gekommen bist. *gg*
Ist ihm plötzlich richtig unangenehm diese Eigenschaft. Das läßt hoffen.

Nach dem Abendessen habe ich dann nur noch herumgehangen.
Erkenntnisse brauchen manchmal recht viel Energie. ;-)

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